Vorwort

Neulich, in der Kunsterziehungsstunde bei Mr. Garrison ereilte uns ein besonderer Schicksalsschlag, wie wir ihn in South Park so noch nicht erlebt hatten.  Kurz nachdem Mr. G. ein Wandtafelbild über die spezielle künstlerische Relativität eines, auf einer Gen Tech-Maus nachwachsenden Penisses, entworfen hatte , teilte er uns ziemlich abrupt, eine neue Verordnung des Spezial-Art- Büro of CO für Viertklässler mit. Wir sollten Arbeitsgruppen bilden und ein, im Laufe des Schuljahres zu erledigendes, Essay in Sachen Kunstrecherche erarbeiten. Mr.Garrison kam uns zumindest soweit entgegen, indem er den Arbeitsgruppen spezielle Aufgaben und Personen zuwies. Unserem Team spielte er einen, uns bis Dato, völlig unbekannten doitscheländischen Künstler zu. Fragen Sie uns bitte nicht, wie Mr. G. ausgerechnet auf DEN gekommen ist. Sie, die Sie uns kennen, können sich sicher vorstellen, wie angefressen wir waren, daß wir es schon wieder mit einem schrecklichen Doitscheländerer zu tun bekommen sollten. Der Sand in Kyles Vagina knirschte vernehmlich. …. K.Br.: Halts Maul Cartman. ……. Erst kurz zuvor hatten wir, wie Sie ja wissen, die Welt vor dem Untergang bewahrt, indem wir den deutschen Humor Roboter vor seinem ultimativ letzten Witz paralysieren konnten. Mussten wir nun etwa auch dieses Exemplar einer fürchterlichen Wiedergänger Spezies kaltstellen? Wir möchten Ihnen, vor allem unseren amerikanischen Landsleuten, gleich vorab alle Furcht nehmen. Wir gewannen zwar den beunruhigenden Eindruck, daß auch dieser Doitscheländerer gern die Kunstwelt an seinem Kunstwesen genesen lassen möchte, aber so etwas geht uns sozusagen, sowieso alles am Arsch vorbei. Eins müssen wir allerdings eingestehen: Mathias Hansen muß ganz dicke Eier haben, um seine Sache gegen eine ganze Welt von Feinden bis heute so hartnäckig durchgezogen zu haben. Tief in ihm drin brodelt also doch noch das apokalyptische Wesen dieses Volkes……Ich, E.C., hatte K.Br. empfohlen, diese Prachteier zu lutschen ,aber leider wehrte M.H. dankend ab……K.Br.:……Verdammt Cartman!.....Ich hingegen, war positiv überrascht, daß M.H. nicht mein kleines, um meinen Hals hängendes Goldsäckchen, für Notfälle, einforderte und auch keinerlei Nachforschungen nach unserer geheimen Judenhöhle, wo wir unsere Hauptgoldreserven lagern, unternahm. Im Gegenteil, dieser Doitscheländerer funkt sogar (Hört, hört!)mit uns(herrje…..na ja…..Cartman!?)auf einer selben Wellenlänge. Er ist jemand, dem ich getrost die Pflege meiner Beete, auf meiner virtuellen Farm, anvertrauen würde. Er versprach uns auch, daß er nicht die Absicht hätte Kenny zu töten. All dies machte unseren Job überraschend angenehm. ……… Kommen wir also zu unserem Special Report aus dem finsteren Herzen Europas, lieber Userleser. …… M.H. möchte gern diesen Report als Werbebotschaft in seiner eigenen Sache ins Netz stellen und allen zugänglich machen. Er hat uns überzeugt, das Ganze in Form einer Künstlermonografie anzulegen. Wir haben dem zugestimmt………M.H. erklärte in diesem Zusammenhang, daß die hier vorgestellten Arbeiten von ihm (Bilder  unterschiedlichster Machart und Plastiken)nur einen Teil seines Gesamtwerks darstellen, nämlich jener Teil, der sich derzeit (Stand: Anfang 2012)noch in seinem Besitz befindet (und natürlich noch erwerbbar ist).Sein grafisches Werk sowie einige,,Grafic Novelles“ bleiben hier unberücksichtigt (mit einer Ausnahme: Das farbige Yellow Press-Magazin: EROSPECKTER, Periode 11).Trotzdem stellen wir fest, daß selbst jene Werkperioden, bei denen sich schon die Mehrzahl der Arbeiten in fremden Händen befinden, noch hinreichend Anschauungsmaterial vorzuweisen haben (vielleicht, bis auf Perioden 6 u.9). M.H. läßt uns bei der Präsentation seines Werks (ab 1982)chronologisch vorgehen. Er gliedert selbst sein Gesamtwerk in 12 Perioden, differenzierter Stil-und Inhaltsentwicklung zu denen er jeweils spricht bzw. sich von uns befragen läßt. M.H. ist der Überzeugung, daß ein Werk der bildenden Kunst ein definitives, auf das Wesentliche eingedampfte, Statement eines Autors bezogen auf seine solitäre Position unter bestimmten, ihn beeinflussenden, gesamtgesellschaftlichen Bedingungen sein muß.   M.H. sagt, daß diese Bedingungen in seinem Fall eher Gefühle des Unbehaustseins, der Feindseligkeit hervorriefen und - rufen. Es gibt deshalb von ihm kaum, im freiwilligen Selbstauftrag gemalte, Friede- Freude-Eierkuchenbilder. Und die Masse, derer welche er im Eigenauftrag produziert hat, wollte sich weder, in der Zeit vor 89, der obere SED-Funktionär, noch heutzutage, die großbourgeoise Unternehmergattin über das Designersofa, in ihr ausgesuchtes Luxusheim, freiwillig hängen. Aus seiner Position als ,,Solitary Man“, in einem Meer aus Mißgunst und platter Profitgier ,in dem die wenigen Gerechten an seiner Seite mit ihm unterzugehen drohen, ergeben sich deshalb zwangsläufig Statements der radikalpolemischen Art, welche von der bloßen Bildinterpretation fortzuführen scheinen. Es sollte dem User Leser auch klar sein, daß diese Statements aus der Perspektive des reifen Bildermachers von 2012 erfolgen, also jemandem, der mit den intellektuell- künstlerischen Ansichten des Produzenten der letzten Werkperiode 12 aufgeladen ist. In den meisten der 12 Kapitel, analog zu den 12 Perioden, beantwortet er folgerichtig, nicht nur Inhalt- und Forminterpretationsfragen zum eigenen Werk, sondern geht auch, in selbstreflektorischer Absicht, auf besondere Ereignisse der persönlichen Geschichte, Zeitgeschichte sowie damit zusammenhängenden Gesellschafts- und Kunst-,,Anschauungen“ ein. M.H. möchte hier auch die Gelegenheit nutzen, um durch seine Einflußname, unser Essay auf ein solches Level hochzupushen, daß, erstens, alle wirklich relevanten Fragen zu seiner Arbeit behandelt und beantwortet werden und, zweitens, jegliche fade Seichtigkeit, Verschämtheit und unverbindliche Plauderei vermieden wird, also am Ende viele ,,professionelle“ Kunstberichterstatter, gar ,,Kunstwissenschaftler“ dagegen schwer abkacken werden……….. Wer sich all dies nicht zumuten möchte und die Abbildungen pur betrachten will, der sollte jetzt sofort weiter zu den Bildern vorklicken. ……  Allerdings, wir haben ja nun zwangsläufig hier alles lesen bzw. anhören müssen und geben deshalb zu bedenken, daß es eine ganze Anzahl schlechter Wörter und sonstige Schweinereien im Text gibt. Zwar nicht so toll wie bei Hudee Mc Sackschweiß, aber auf jeden Fall mehr, als in dem lahmen ,,Der Fänger im Roggen“. ……  Wir sprechen an dieser Stelle eine Warnung für alle Leser aus! Die Lektüre hat so viel destruktives Potential, daß sie für Leute, die sowieso, schon kurz vorm Dachschaden stehen, ihr Problem komplett machen könnte. Sie könnten, so wie unser Loser Freund Butters, losziehen wollen, um alle Poser zu töten. Am Ende dieses Vorworts sei noch erwähnt, daß wir bei dem Meisten von dem, was jetzt im Haupttext kommen wird, den O-Ton von M.H. unverändert wiedergeben werden. Es liegt in der Natur der Sache, daß wir als Viertklässler selbstverständlich von all diesen Dingen nicht den blassesten Dunst haben. Aber darin treffen wir uns sicherlich mit vielen Besuchern, die sich hier gerade bei uns eingeklickt haben. Nach Abschluß unseres Essays sah die Angelegenheit dann allerdings schon ganz anders aus. Wir hoffen, es möge Ihnen ähnlich ergehen.
Ihre, Eric Cartman, Kyle Broflovski, Stan Marsh und Kenny McCormick im ewigen Winter, South Park CO.

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