Pastell Bilder und Plastiken von 2005 bis 2009
Die Pastell Bild Serie, in 3 Fällen schon in Kapitel 10 vorweggenommen und die Plastiken sowieso, setzen das oben Geschilderte weiterhin, unter anderem, mit Mitteln aus der Bizarre- Fetish- Bourlesque, intensiviert fort. ….. M. H. muß natürlich zugeben, daß er als Hetero auch eine tagträumerische Neigung zu diesen extrem femininen, stolz Atombusen vor sich her tragenden Figurinen des Stundenglas Typs, von geradezu unmenschlicher Schönheit, empfindet. Insofern sind seine Neigungen dem eines Herrn des späten 19. Jh. nicht ganz unähnlich. Diesen Figurinen vergleichbare Frauen aus Fleisch und Blut existieren natürlich in der wirklichen Welt nur ansatzweise (siehe z. B.: künstlerische Fetisch Fotografie, Urban Girls- Hip- Hop- Babes), deshalb bereitet es M. H. Freude, sie zumindest im Kunstbild, in ihrer vollen Blüte erstehen zu lassen. Vielleicht ist das auch seine Art, aus ihnen zeitgemäße Demoiselles d‘ Avignon zu machen. Denn ein reiner Pygmalion will er ja auch nicht sein. Er bewegt sich hier bewußt in dem konstruktiven Widerspruch: Einerseits, weibliches Sinnbild höchster, zu persiflierender Dekadenz, andererseits, männlicher Sehnsuchtstraum von einem nymphomanischen Superweib. Des Weiteren spielt M. H. mit dem Terminus technicus: ,,Sex Kunst“ und degradiert hierbei scheinbar auch das Kunstbild satirisch zur sogenannten Wichsvorlage, um damit dem Rezipienten eine neuartige Kleinhirn gesteuerte Kunstrezeption und Erlebnisebene zu ermöglichen. ….. Na ….. ist das nicht total abgefuckt, wenn das nicht neu ist, dann passe ich, E. C., nicht mehr in diese Welt. Das ist doch ganz besonders was für Kenny! ….. K. Mc C.: ….. HMHHMMNBMHUMBOMHHIM. ……… K. Br.: …. Nun geht er vielleicht doch noch durch diesen Doitschländerer drauf…… Diese Schweineeeee !! …. St. M.: Hätten wir uns bloß nicht auf das hier eingelassen. ……… Na nun müssen wir halt durch. ……
Des Weiteren gelingt es M. H. nicht, etwas das er als prachtexemplarisch, Göttinnen gleich und überirdisch wahrnimmt, gezielt in seiner Kunstarbeit, zu antiästhetischer Nonexemplizität zu vulgarisieren. Immer wenn er versucht, etwas das er so wahrnimmt gezielt beschissen zu machen, dann versagt er. Er hofft, diese Beißhemmung dahingehend zu überwinden, indem er das Schöne noch schöner als schön, eben unmenschlich schön macht, um somit letztlich doch noch die Kurve zu kriegen.